Ausbildung / Übung
Gemeinsame Übung von THW & DRK der Stadt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen. Am Samstag, den 28.01.2012 trafen sich beide Organisationen mit Ihren Teams auf dem Gelände der ehemaligen Kinderklinik an der Westerholter Str. 142, um gemeinsam das Suchen und Retten von im Gebäude verschütteten Personen zu üben. Zu dieser geheimen Übung wurden die Einheiten des THW und des DRK Gelsenkirchen alarmiert. Auf dem Gelände der alten Kinderklinik kam es zu einer Verpuffung. Innerhalb des zum Abbruch freigegebenen Gebäudes sollten sich noch Menschen befinden, so das Szenario dieser Übung von THW und DRK.
Um kurz nach 10.00 Uhr rückten dann die Einheiten vom Katastrophenschutzgelände an der Adenauerallee 100 in Richtung Westerholter Straße ab. Das THW begann mit der Sicherung des Gebäudes und der ersten Sichtung der vermissten Personen. Parallel hierzu baute das DRK ein Behandlungszelt auf. Die besondere Herausforderung bei diesem Einsatz war, die tatsächliche Gefahrenlage, die vom Übungsobjekt ausging. „Häufig mussten wir bei solchen Übungen die Gefahrenlagen simulieren, hier gab es reelle Gefahrenquellen die es galt zu erkennen“, so der Abschnittsleiter Rettungsdienst des DRK Michael Zapka. An zwei Einsatzabschnitten übten die THW und DRK Helfer die Zusammenarbeit. Während im ersten Abschnitt die Voraustrupps des THW die ersten Verletzten fanden, gestaltete sich die Rettung im zweiten Abschnitt doch schwieriger. Hier hatten die THW-Helfer mit Dunkelheit und Rauch zu kämpfen. Mit Atemschutz hieß es hier ins Gebäude vorzudringen. „Die Arbeit mittels Pressluftatmer in einem unbekannten Gebäude in Dunkelheit gehört ja auch nicht zum alltäglichen Arbeitsfeld der THW-Helfer und war eine besondere Herausforderung“, so der Abschnittsleiter technische Rettung des THW Markus Schröer. Nachdem die Gebäudeteile gesichert waren und keine Gefahr mehr für die Rettungskräfte bestand, hieß es für die DRK Helfer: Die Verletzten vor Ort zu versorgen und diese dann sicher dem Behandlungszelt zuzuführen. Hierbei arbeiteten die Helfer beider Organisationen Hand in Hand. Zur Menschenrettung setzten die Helfer einen Schleifkorb und Spineboards ein. Eine Verletzte Person mit einem Knalltrauma konnte zu Fuß in Begleitung eines DRK-Helfers dem Behandlungsplatz zugeführt werden. So resümierten am Ende des Übungstages beide Einsatzleiter: Fünf Personen aus dem Trümmergebäude sicher gerettet und in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die Zusammenarbeit in allen Ebenen hat sehr gut funktioniert. Nach einer Warmverpflegung vor Ort wurde der Übungsdienst beendet und um 16.00 Uhr hieß es nach der Reinigung des Material: Mensch und Material wieder voll einsatzbereit. Besonderer Dank gilt der Herrmann Abbruch GmbH für die Bereitstellung des Übungsgeländes.
28.01.2012
Von: Nico Huber, OV Gelsenkirchen