Ausbildung / Übung
Alarmübung auf ehemaligem Bauhofgelände
Stadtlohn. Vollalarm für die Feuerwehr Stadtlohn wurde am 20. Dezember gegen 18.50 Uhr gegeben. Einsatzstichwort war eine Explosion auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes an der Vredener Straße. Dort werden die Hallen zur Zeit abgerissen. Bei Baggerarbeiten explodierte ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg, sechs Bauhofmitarbeiter wurden verschüttet. Ebenso wurde die Fachgruppe Ortung des Technischen Hilfswerks (THW) in Bocholt alarmiert.
Dies war das Szenario für eine außerplanmäßige Übung am Dienstagabend. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bot sich ein Bild der Verwüstung auf dem Gelände. Da unklar war, wo sich die vermissten Personen genau befanden, wurde zunächst die Einsatzstelle ausgeleuchtet und mit einer Wärmebildkamera abgesucht. Die kurz nach der Alarmierung eintreffende Fachgruppe Ortung des THW aus Bocholt brachte schließlich den Erfolg. Nach kurzer Zeit wurden die Verschütteten geortet. Zwei Personen wurden dann durch Feuerwehrkräfte aus einem PKW, der sich unter dem Schutt befand, befreit. Ebenso fanden die Hunde eine weitere Person auf einem Dachboden, eine in einem Schacht und zwei befanden sich in anderen Gebäudeteilen. Alle Verletzten waren Mimen der Deutschen Lebens-Rettungs Gesellschaft und waren mit verschiedensten Verletzungsmustern geschminkt worden. Aufgrund der unterschiedlichen Verletzungen und Auffindesituationen mussten die Einsatzkräfte all Ihr Können und Wissen aufbringen, um eine Rettung vornehmen zu können. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kümmerte sich anschließend um die Opfer und richtete zusammen mit den Mitarbeitern des regulären Rettungsdienstes eine Verletztensammelstelle ein.
In der abschließenden Manöverkritik wurde den Initiatoren der Übung Lob für die außerordentlich realistische Darstellung der Lage gezollt. Ebenso ging der Dank an die Helfer des THW mit ihren Rettungshunden und den Kräften des DRK und des Rettungsdienstes. Es zeigte sich wieder einmal, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen gut funktioniert und man sich im Einsatzfall aufeinander verlassen kann.
20.12.2011
Von: Freiwillige Feuerwehr Stadtlohn