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THW-Thema
Einsätze

THW Balve 350 Stunden im Einsatz an der Lenne

Werdohl. Rund 350 Stunden waren die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Balve „zwischen den Jahren“ im Einsatz. Auf einem rund vier Kilometer langen Abschnitt der Lenne wurde eine Person gesucht, die zuvor angeblich von einem Passanten leblos im Wasser treibend fotografiert worden war. Besondere Brisanz: am Mittwochnachmittag war eine 81-jährige Frau aus Werdohl als vermisst gemeldet worden.

Bereits am Mittwochmittag (28. 12.) rückten die Fachberater des THW auf Anforderung der Polizei nach Werdohl aus und erkundeten zusammen mit Polizeibeamten die Lage an der Hochwasser führenden Lenne mit ihrer starken Strömung. Zuvor hatten Feuerwehrkameraden bereits die Lenne erfolglos abgesucht. Da es bereits zu Dämmern begann, wurde die um 14.30 Uhr alarmierte Wassergruppe wieder zurückbeordert. Dafür wurde ein großangelegter Einsatz für den kommenden Tag vorbereitet.
20 Helferinnen und Helfer rückten daraufhin am Donnerstag (29. 12.) mit Booten nach Werdohl zu einem rund 10-stündigen Einsatz aus. Vor Ort wurde eine Führungsstelle eingerichtet. Während zwei Bootsbesatzungen vom Wasser aus die Oberfläche absuchten machten sich Fußgruppen an Land auf den Weg durch den zum Teil unwegsamen Uferbereich. Zudem setzte die Polizei, die in ständigem Kontakt mit der THW-Führung stand, wie am Vortag bereits einen Hubschrauber ein und holte Personensuchhunde, die speziell auf Leichengeruch ausgebildet sind, aus Stukenbrock herbei. Diese schlugen auch in einem Bereich der Lenne rund 400 Meter unterhalb der letzten Sichtung an. Sofort wurde dieser Bereich vom Land aus abgesucht und das MZB zur Einsatzstelle beordert. Allerdings gestaltete sich dies zunächst schwierig, da das Boot durch eine Stromschnelle musste. Mit Hilfe von Kameraden der heimischen DLRG-Gruppe Werdohl konnte das Boot aber gefahrlos durchmanövriert werden und auch das Ponton kam so zu der Stelle, wo die Suchhunde angeschlagen hatten. Die angeforderten Taucher des DLRG Sundern gingen trotz extrem starker Strömung ins Wasser und durchsuchten die Einsatzstelle. Doch auch diese Suche musste bei Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden.
Erneut am frühen Morgen rückte das THW Balve am Freitag (30.12.) aus. Die Polizei-Einsatzleitung hatte die Hoffnung, mit einem Echolot-Gerät der DLRG Drolshagen doch noch zum Erfolg zu kommen. Das Gerät wurde am Einsatzort in das THW-Boot eingebaut und erneut begann die stundenlange Suche auf der Lenne. Mit rund 5 km/h stromaufwärts wurde die Lenne mehrfach abgefahren. Die DLRG-Spezialisten am Echolot, das nicht nur die Tiefe, sondern auch die Umgebung bis zu neun Metern durchsucht, blieben erfolglos. Zudem nahmen weitere THW-Helfer das Wehr Wilhelmsthal genau unter die Lupe. Ein möglicher Körper, der rund 50 Meter vom Wehr immer wieder auftauchte, konnte von der Bootsbesatzung als größerer Baumstamm identifiziert werden, der sich im Untergrund verhakt hatte. Da sich der Wehrmeister sehr sicher war, dass durch die Anlage kein lebloser Körper hindurch kommt, wurde eine geplante Suche unterhalb des Wehres gar nicht mehr in Angriff genommen. So musste dann bei einbrechender Dunkelheit erneut der Einsatz abgebrochen werden.Da die Polizei nach Absprache mit dem THW damit alle Möglichkeiten ausgeschöpft sah, wurde der Einsatz beendet. Die Helferinnen und Helfer des THW Balve hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 350 Einsatzstunden auf und am Wasser hinter sich. Der Ortsbeauftragte Josef Weber gab bei der anschließenden Einsatzbesprechung noch den besonderen Dank der Polizei für die Einsatzbereitschaft bekannt. Ansonsten wurde keinerlei Kritik über diesen ruhigen und gut organisierten THW-Einsatz bekannt. „Wir hätten zwar gerne mit einem Fund der Familie Klarheit gebracht, doch eine weitere Suche ist derzeit nicht effektiv“, so OB Weber. Für die erste Woche im neuen Jahr gibt es zudem Hochwasseralarm an der Lenne. 

30.12.2011
Von: Roland Krahl, OV Balve
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Fotos

Bilder: THW / Roland Krahl

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